Und, wie war´s in China?


Froni-Reporter Manuel schaut mit Herrn Pollinger zurück auf die Reise unserer "Chinafahrer"

Die "Chinafahrer" der FRI vor dem Wahrzeichen Chinas - Der Chinesischen Mauer


Die Reise nach China, die die FRI durchgeführt hat, liegt nun schon einige Wochen zurück und war laut Aussage von Herrn Pollinger, der die Fahrt organisiert hat, ein voller Erfolg. Bereits vor der Fahrt führte Froni-Reporter Manuel ein Interview, welches nun seine Fortsetzung findet ...

 

Willkommen zurück, Herr Pollinger! Wir sind schon sehr gespannt, was Sie zu erzählen haben.

Welche chinesischen Sehenswürdigkeiten haben Sie am meisten beeindruckt?

Zum einen hat mich die Großstadt Shanghai mit den vielen Hochhäusern sehr beeindruckt, die eben durch die weltbekannte Größe der Gebäude überwältigend war. Aber auch die "Verbotene Stadt" in Peking, die sehr viel Gold zu bieten hatte und dadurch sehr prunkvoll wirkte, weckte bei mir großes Interesse. Selbstverständlich war für mich die "Chinesische Mauer" auch ein absolutes Highlight, einfach wahnsinn über die Mauer zu schlendern und die Landschaft aus dieser Höhe zu betrachten.

 

Wird Ihrer Meinung nach ein langfristiger Kontakt zwischen chinesischen und deutschen Schüler/-Innen bestehen bleiben?

Ich denke schon, dass der Kontakt langfristig bestehen bleibt. Gerade durch die sozialen Medien, bzw. der App „WeChat“, die gut mit „What`s App“ zu vergleichen ist, war der Kontakt gut aufrecht zu erhalten und wird, denke ich, auch in Zukunft erhalten bleiben.

 

Die Schüler waren während des Aufenthalts in Foshan bei Gastfamilien untergebracht, wo verbrachten Sie diese Zeit?

Zu dieser Zeit war ich in einem Hotel nahe der Austauschschule untergebracht, welches sich auch als sehr angenehm herausstellte.

 

Welche Orten besuchten Sie sich noch während der Rundreise?

Also selbstverständlich waren wir in unserer Partnerstadt Foshan sowie in den Großstädten Peking und Shanghai und in vielen anderen Städten, die sich auf der Reiseroute, die uns quer durch China führte, befanden. Um diese teils großen Streckenabschnitte zurückzulegen, nutzten wir den Nachtzug, der für alle Beteiligten ein großes Abenteuer darstellte.

Haben Sie den Einfluss der anderen Regierungsform, d.h. die des Kommunismus gespürt?

Ja, den habe ich sowie auch anderer Teilnehmer gespürt, was sich vor allem in der starken Überwachung geäußert hat. Da sich an fast allen Orten Kameras befanden und man sozusagen auf Schritt und Tritt beobachtet wurde.

 

Welche kulturellen Unterschiede haben in China auf Sie und die Chinareisenden gewartet?

Kulturelle Unterschiede gab es viele, so zum Beispiel beim Essen, was in der Regel sehr deftig ausfällt und meist in großen Portionen serviert wird. Auch bei der Hygiene gibt es große Unterschiede, so haben sie in China französische Toiletten (Anmerk. der Redaktion: Franz. Toiletten bestehen im Wesentlichen aus einem Loch im Boden mit je einer Trittfläche auf beiden Seiten.), die sich als sehr gewöhnungsbedürftig herausstellten.

 

Wie sind die Lebensverhältnisse in China, mit denen auch die FRIaner während des Aufenthalts bei den Gastfamilien konfrontiert worden sind?

Da gibt es sehr große Unterschiede. So waren manche SchülerInnen in großen Wohnungen mit hohem Wohnkomfort untergebracht, andere hingegen mussten mit kleineren Wohnungen Vorlieb nehmen. Für viele verwunderlich war, dass es in China üblich ist, beim Duschen nur einen Bottich, eine Kehle und einen Wasserkocher zu verwenden. Außerdem entsprachen die Schlafplätze die nicht immer den europäischen Standards.

 

Welchen Eindruck hat die Schule der Austauschpartner auf Sie gemacht?

Die Schule, die über 2000 Kinder beherbergt, die jedoch sehr diszipliniert waren, wurde sehr gut durchorganisiert, sodass die Größe der Schule keinen Einfluss auf die chinesischen Schüler und Schülerinnen hatte.

 

Welche großen Unterschiede zwischen dem chinesischen Schulsystem und dem deutschen Schulsystem sind Ihnen aufgefallen?

Anders ist vor allem die Zeit, die die SchülerInnen mit bzw. in der Schule verbringen, da die chinesischen SchülerInnen teilweise sogar bis 22 Uhr in die Schule mussten und dennoch Hausaufgaben zu erledigen hatten. Zusätzlich kommt noch, dass sie auch samstags die Schule besuchen müssen, um Prüfungen und Tests zu schreiben. Dadurch haben die Jungendlichen in China kaum Freizeit und ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen.

 

Das hört sich nach einer gelungenen Reise an! Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Pollinger!